Was sind Holzpellets

Was sind Holzpellets?

Holzpellets sind in Form gepresste Sägespäne und somit eine Weiterentwicklung des traditionellen Scheitholzes.
Durch hohen Druck werden trockene Sägespäne zu zylindrischen Presslingen verdichtet. Die durch den hohen Druck entstandene Wärme aktiviert das holzeigene Bindemittel Lignin, das dem Presslingen Stabilität verleiht. Mit 1 Tonne Holzpellets ersetzen Sie ca. 500 Liter Heizöl oder ca. 500 m³ Erdgas.
Heizen mit unseren Holzpellets entlastet die Umwelt. Unsere Pellets sind ein regionales Produkt und legen somit keine langen und umweltbelastenden Transportwege zurück. Pellets haben grundsätzlich eine neutrale CO2- Bilanz. Das bedeutet, bei der Verbrennung wird nicht mehr CO2 freigesetzt als der Baum, aus dessen Holz die Pellets hergestellt sind, vorher bei seinem Wachstum aufgenommen hat.

Welche Qualitäten gibt es?

Seit 2010 gibt es eine europaweit einheitliche Holzpellet Norm. Die Europäische Norm für Holzpellets (EN 14961-2) löst die bisherigen nationalen Normen ab. Damit werden Holzpellets europaweit als erster Biomassebrennstoff nach EU-Norm hergestellt. In Zukunft wird zwischen den Qualitätsklassen A1 und A2 sowie B differenziert. Diese Klassen unterscheiden sich vor allem in den verwendeten Rohstoffen und den daraus resultierenden unterschiedlichen Verbrennungseigenschaften (Aschegehalt).

Der Pelletkessel in normalen Haushalten wird mit A1-Pellets befeuert. Holzpellets der Klasse A1 dürfen nur einen Aschgehalt von 0,7 Prozent haben. Bei Pellets der Klasse A2 ist ein Aschegehalt bis zu 1,5 Prozent erlaubt. Deshalb können sie aus einem größeren Rohstoffsortiment hergestellt werden. Die sogenannten Industriepellets werden in der Klasse B geregelt und sind für Anlagen von 100 KW bis 5 Megawatt gedacht, wie zum Beispiel Schwimmbäder und Schulen. Die Klasse B zeichnet sich durch einen noch höheren Aschegehalt und ein erweitertes Rohstoffpotenzial aus.

Auf der Basis der Europäischen Norm hat das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) gemeinsam mit dem Deutschen Biomasse-Forschungs-Zentrum (DBFZ) das neue Zertifizierungssystem "ENplus" entwickelt. Neben der gleichbleibend hohen Produktqualität der Holzpellets wird durch die Zertifizierung "ENplus" die gesamte Prozesskette, also Herstellung, Lagerung und Transport - berücksichtigt. So kann die Brennstoffqualität entlang der Bereitstellungskette zurückverfolgt werden. Das sorgt für mehr Transparenz beim Brennstoffhandel und in der Qualitätssicherung.

Wie werden Holzpellets angeliefert?

Was sind Holzpellets Holzpellets können Sie in 15 kg-Säcken kaufen oder als lose Ware.
Die 15 kg-Säcke sind sehr handlich und vor allem für Pelletkaminöfen geeignet. Kleinere Mengen können Sie gerne direkt bei uns abholen. Wenn Sie eine Palette (ca. 1 to) oder mehr brauchen, bringen wir Sie Ihnen auch nach Hause. Mit Hilfe eines Staplers, den unser LKW mitführt, kann Ihnen der Fahrer die Pellets bis zu Ihrem Lagerplatz bringen. Sackware und Stapler
Lose Pellets können auf zwei Arten zu Ihnen gebracht werden. Eine Möglichkeit ist, dass wir die Pellets mit einen Spezialfahrzeug direkt von der Produktion abholen und sie dann zu Ihnen bringen. Vor Ort werden die Pellets mit Hilfe von Luftdruck in Ihr Lager geblasen. Die andere Möglichkeit ist, dass die Pellets zunächst in unsere Lagerhalle gebracht werden. Dort lagern wir im Winter immer genug Pellets um unseren Kunden eine Liefersicherheit garantieren zu können. Damit die Pellets eine möglichst hohe Qualität haben, werden sie vor dem Verladen mit einer speziellen Absiebung vom Staub befreit.













Wie werden lose Pellets bei Ihnen gelagert?

Im Gegensatz zu Heizöl- und Gastanks, die diversen Vorschriften unterliegen, ist die Gestaltung von Pelletlagerräumen dem Besitzer überlassen. Es gibt selbstgebaute "Bunker", gekaufte "Sacksilos" oder Erdtanks. Bei einer Lagerung im Gebäude ist es von Vorteil, wenn der Lagerraum an eine Außenmauer des Hauses grenzt, um eine einfache Befüllung des Lagerraumes zu gewährleisten.

Als industrielle Lagerbehälter bezeichnet man Behälter, die speziell für die Lagerung von Holzpellets hergestellt werden. Gängige Behälter sind z.B. Silos aus Gewebe oder Metall, die im Keller oder außerhalb des Hauses aufgestellt werden. Des Weiteren sind Erdlager erhältlich. Die unterirdische Lagerung außerhalb des Gebäudes bietet sich an, wenn kein Lagerraum innerhalb des Gebäudes zur Verfügung steht, oder dieser anderweitig genutzt werden soll.

Bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden sollten Sie mit einem Fachmann sprechen. Wir beraten Sie gerne, ob die örtlichen Gegebenheiten für die Lagerung und Anlieferung von Pellets geeignet sind. Und Ihr Heizungsinstallationsbetrieb kann am Besten einschätzen, welche Lagermöglichkeit zu Ihrem Heizsystem passt.

Weiterführende Informationen über die Lagerung von Holzpellets, Sicherheitsflyer und Warnschilder bekommen Sie unter www.depv.de.

Wo werden unsere Pellets produziert?

Es ist uns wichtig, dass wir so regional wie möglich arbeiten. Aus diesem Grund sind wir auch Partner der Bioenergie Handel GmbH. Mit dem Produktionsstandort in Hardegsen (Nähe Göttingen) können wir Ihnen Pellets anbieten, die unserer Überzeugung entsprechen.

Warum ist Lagerreinigung wichtig?

Um einen dauerhaft störungsfreien Heizungsbetrieb zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Reinigung des Lagers erforderlich. Wir empfehlen nach jeder dritten Belieferung. Wobei es auch darauf ankommt wie weit der Weg vom Silowagen zum Bunker ist, wie viele Bögen verbaut wurden und wie der Bunker konstruiert ist. Es sollte sowohl der Feinanteil entfernt werden, der sich im unteren Teil des Lagers konzentriert, als auch der Holzstaub, der sich an Wänden, Befüllstutzen oder anderen Flächen abgesetzt hat.

Was meinen wir mit Feinanteil? Wenn die Pellets Kekse wären, wären der Feinanteil die Krümel. Oder um es genauer zu sagen: Als Feinanteil werden Bruchstücke von Pellets bezeichnet, die durch ein Sieb mit einer Lochung von 3,15 mm Durchmesser fallen. Feinanteil entsteht durch die mechanische Beanspruchung der Pellets beim Transport, beim Einbringen in das Pelletlager und beim Austrag zum Heizkessel. Pellets gemäß ENplus-A1 dürfen ab der letzten Ladestelle (die Pelletproduktion oder unser Lager) maximal ein Prozent Feinanteil enthalten. Beim Einblasevorgang entsteht zusätzlicher Feinanteil. Durch Entmischungsvorgänge beim Austrag der Pellets konzentriert sich der Feinanteil im Laufe der Zeit im unteren Bereich des Pelletlagers und kann dort zu Störungen führen.

Wenn Sie Ihren Bunker selbst reinigen möchten helfen wir Ihnen gerne mit Tipps weiter. Rufen Sie uns einfach an. Grundsätzlich sollte man immer für eine ausreichende Belüftung sorgen, die Fördereinrichtung abschalten und nicht den Feinanteil in die Schnecke/Sauger fegen. Wir können das aber auch für Sie übernehmen. Dann reinigen wir Ihr Lager bevor Sie neue Pellets bekommen.

Die regelmäßige Lagerreinigung ist ein Aspekt wozu wir unser neues Spezial-Silo nutzen. Es kommt aber auch zum Einsatz wenn es größere Probleme gibt. Zum Beispiel, wenn die Pellets aus Ihrem Lager müssen weil es einen Wasserschaden gegeben hat oder die Schnecke defekt ist und repariert werden muss.